Das Order & Referral by Form (CH ORF) Profil beschreibt, wie Formulare für elektronische Zuweisungen und Informationsanfragen (wie z. B. diagnostische Bildgebungsergebnisse, Laborergebnisse, Entlassungsberichte etc.) definiert, eingesetzt und verwendet werden können, um einen syntaktisch und semantisch konsistenten übergreifenden Informationsaustausch zu erreichen.
Gesundheitsfachpersonen haben das Bedürfnis, Aufträge, Überweisungsberichte etc. direkt aus den Primärsystemen mit anderen Leistungserbringern im Rahmen einer «gerichteten Kommunikation» digital auszutauschen. Das Handbuch definiert die Grundlagen für die Erarbeitung von Austauschformaten für direktionale Anwendungsfälle.
Externer Link: Swiss eHealth Exchange Format Handbook Part I: Service Requests (537 KB, 26.10.23)
Publizierte Austauschformate
Für eine effiziente und effektive Behandlung und Betreuung der Patienten ist ein lückenloser und vollständiger Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Leistungserbringern an den Behandlungsübergängen erforderlich. Dieser Informationsaustausch erfolgt in Form von Überweisungsberichten. Überweisungsberichte werden zwischen verschiedenen Institutionen, innerhalb einer Institution, zwischen verschiedenen Behandelnden oder anderen betreuenden Gesundheitsfachpersonen ausgetauscht. Ziel ist es, den interprofessionellen Informationsaustausch bei Behandlungsübergängen zu fördern und die interprofessionellen Dateninhalte vielfältig wiederverwenden zu können.
Im Bericht zum «eÜberweisungbericht» vom Dezember 2018 werden Empfehlungen für den interdisziplinären Gebrauch der bei Behandlungsübergängen wichtigsten Informationsmodule formuliert. Diese sollen in elektronischen Dokumenten der «Transition of Care» (eToC), also Übertritte und Behandlungsübergänge, für die interprofessionelle Kommunikation angewendet werden. Die vorliegenden Datenmodule können unabhängig voneinander in verschiedenen Dokumenten wie beispielsweise Austrittsberichten zur Anwendung kommen.
Externer Link: Spezifikation FHIR eTOC
Externer Link: Report on the Relationship between IPS and CH eTOC (auf Englisch) (2.4 MB, 02.10.23)
Vor allem im Labor- und Pathologiebereich spielen Proben eine grosse Rolle und müssen eng mit dem Auftrag verknüpft sein, damit sie im ausführenden Labor korrekt zugeordnet werden können. Mit Hilfe des Austauschformates können Labore ihre Aufträge mit den definierten Formularen effizient, korrekt und strukturiert erstellen.
Es bezieht sich auch auf den FHIR-Implementierungsleitfaden für die strukturierte Datenerfassung (SDC) zur Erstellung benutzerfreundlicher Fragebögen SDC und Zielformulare, die dem Benutzer mit vorausgefüllten Eingabefeldern präsentiert werden können und auch Anleitungen mit durchsuchbaren Wertesätzen bieten. Es gibt einige Verbesserungen am allgemeinen Implementierungsleitfaden für Bestellungen und Empfehlungen.
Der CH LAB-Order basiert auf dem CH ORF Implementation Guide für Order & Referral. Dieses Austauschformat wird im Laborbereich eine elektronische Verordnung von Tests und Analysen verwendet.
Im klinischen Kontext gibt es mehrere Anwendungsfälle in der Radiologie. So werden z.B. frühere bildgebende Befunde oder Fernbefunde angefordert oder eine Zweitmeinung eingeholt. Darüber hinaus werden Überweisungen auch für eine radiologische Untersuchung erstellt. Mit Hilfe des Austauschformats können solche Aufträge mit den definierten Formularen effizient, korrekt und strukturiert erstellt und vorhandene Informationen wiederverwendet werden.
Basierend auf dem CH ORF Implementation Guide für Order & Referral wird dieses Austauschformat in der Radiologie verwendet, um einen syntaktisch und semantisch konsistenten übergreifenden Informationsaustausch zu erreichen.